Von Lohn und Gehalt zum einheitlichen Entgelt - ERA in der M+E-Industrie


Dipl.-Ing. Stefan Versinger

Referent für Arbeitswissenschaft,
steht den Mitgliedern zur Beratung, aber auch bei der Umsetzung von ERA zur Verfügung.

Das derzeit weitreichendste tarifpolitische Reformprojekt in Deutschland ist die Einführung des Einheitlichen Entgeltrahmentarifvertrags in der Metallindustrie. ERA löst die bisher getrennten Rahmentarifverträge für Arbeiter und Angestellte ab. Vor dem Hintergrund gewandelter Werte werden die Arbeitsbewertung aktualisiert und das Leistungsentgelt modernisiert.


Die Tarifgruppen sind gestuft von einfachsten bis zu höchsten Anforderungen; entsprechend ist das tarifliche Entgelt jeder Gruppe, das Grundentgelt, in Stufen (niedrig bis hoch) festgesetzt. Aus diesen Entgeltstufen bildet sich die neue Entgeltlinie.


Insbesondere hier zeigt sich, dass die Einführung von ERA dem von den Arbeitgebern geforderten Schlüsselkriterium der Kostenneutralität genügt. Denn die tariflichen Personalkosten dürfen durch das ERA-Entgelt – entwickelt aus der alten Lohnlinie und der alten Gehaltslinie (oftmals noch unterteilt in kaufmännische Angestellte = K–Linie und technische Angestellte = T– Linie) – nicht steigen.


Wir unterstützen unsere Mitgliedsunternehmen mit Rat und Tat in diesem historischen Prozess. ERA harmonisiert die Entgeltfindung für Arbeiter und Angestellte durch ein komplett neuartiges System der Arbeitsplatzeinstufung bei gleichzeitiger fünfjähriger Wahrung der Kostenneutralität im Unternehmen ab dem Stichtag seiner Einführung. Dabei ist es möglich, Eingruppierungsfehler der Vergangenheit wenigstens teilweise zu korrigieren. Unser Ziel ist die kostenneutrale, unbürokratische und praxisnahe Umsetzung von ERA.