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Ausbildungsplätze: Höchster Stand seit 18 Jahren

Die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen haben ihr Ausbildungsengagement 2019 nochmals gesteigert. Damit hat die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze den höchsten Stand seit 18 Jahren erreicht. „Die Betriebe haben auch in diesem Jahr trotz der konjunkturellen Eintrübung bei ihrem Ausbildungsangebot gegenüber 2018 zugelegt“, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen e.V. (unternehmer nrw), Dr. Luitwin Mallmann, zu den heute von der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen. Die 116.120 betrieblichen Ausbildungsplätze stellten einen Zuwachs von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar.

Ein Blick auf die Entwicklung der betrieblichen Ausbildungsplätze in den vergangenen zehn Jahren zeige die große Leistung der nordrhein-westfälischen Unternehmen. Zwischen 2009 und 2019 habe die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze um 38 Prozent zugenommen. Gleichzeitig sei die Zahl der Bewerber um fast 7 Prozent gesunken. Die Chancen junger Menschen auf einen Ausbildungsplatz hätten sich damit stark verbessert.

„Leider wird es für die Unternehmen immer schwieriger, ihre angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen“, sagte Dr. Mallmann mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftemangel. Im Jahr 2019 blieben 10.100 Ausbildungsplätze unbesetzt, 5,3 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Gegenüber dem Jahr 2009 habe sich die Zahl sogar deutlich mehr als vervierfacht (2009: 2.270). Dies werde zu einer zunehmenden Belastung für die Betriebe. Denn wo heute ein Ausbildungsplatz unbesetzt bliebe, fehle morgen die dringend benötigte Fachkraft, um Aufträge anzunehmen, neue Geschäftsmodelle zu erschließen oder um Innovationen umzusetzen.


Die aktuellen Zahlen zum Ausbildungsmarkt in Nordrhein-Westfalen zeigten neben dem Anstieg der unbesetzten Ausbildungsplätze auch einen Zuwachs an unversorgten Bewerbern (um 3,6 Prozent gegenüber 2018 auf 7.370). Zwar stünden ihnen noch deutlich mehr unbesetzte Plätze gegenüber, leider finden Angebot und Nachfrage aber an einigen Stellen nur schwer zusammen. „Es bleibt eine zentrale Aufgabe der Partner auf dem Ausbildungsmarkt, junge Menschen über die große Bedeutung einer Ausbildung für ihre Zukunftschancen zu informieren und ihnen die vielfältigen Perspektiven aufzuzeigen“, betonte der Hautgeschäftsführer von unternehmer nrw. Dr. Mallmann appellierte an die Schülerinnen und Schüler im Lande, sich auch mit Alternativen zu ihrem Wunschberuf zu beschäftigen. Denn häufig sei eine Alternative mindestens genauso spannend wie der vermeintliche Traumberuf.


 

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