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Kurzarbeit in der M+E-Industrie nimmt zu

Die Auswirkungen der Krise sind deutlich spürbar: 83 Prozent aller befragten M+E-Unternehmen melden Einschränkungen der Produktion, fast ein Drittel (30,9 Prozent) sogar sehr starke oder starke Einschränkungen. Als Gründe nennen 57 Prozent die fehlende Nachfrage, 36 Prozent fehlende Arbeitskräfte etwa durch Krankheit und fehlende Kinderbetreuung und 32 Prozent fehlende Teile oder Material. Dieses ergabe eine repräsentative Blitzumfrage des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall unter den Mitgliedsunternehmen der Arbeitgerberverbände der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. 

In der Folge nutzen heute bereits 42,7 Prozent der Unternehmen Kurzarbeit. In diesen Unternehmen sind durchschnittlich 70,9 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit. Damit waren nach Berechnungen von Gesamtmetall Anfang April 2020 etwa 1,2 Millionen Beschäftigte – von insgesamt vier Millionen Beschäftigten – der M+E-Industrie bereits in Kurzarbeit. In den kommenden vier Wochen planen weitere 39,7 Prozent der Unternehmen Kurzarbeit anzumelden. Damit könnte sich die Zahl der Kurzarbeiter in der M+E-Industrie noch einmal um knapp eine Million erhöhen. Zudem mussten 7 Prozent der Unternehmen bereits Stellen abbauen. Zum Vergleich: In der Krise 2008/2009 gab es in der M+E-Industrie bei rund 3,57 Millionen Beschäftigten beim Höchststand im April 2009 rund 950.000 Kurzarbeiter (27 Prozent aller M+E-Beschäftigten).

„Die Ergebnisse der Umfrage belegen, wie ernst die Lage ist“, betont Gesamtmetall-Präsident Dr. Rainer Dulger. „Während Umsätze und Erträge fehlen, laufen die Kosten weiter und zehren die Liquidität der Unternehmen rasant auf. Kurzarbeit lindert zwar die Not, aber die Unterauslastung der Unternehmen ist sehr bedrohlich.“ Umso wichtiger sei es weiterhin, die Liquidität der Unternehmen zu sichern. „Je länger die Liquiditätsreserven reichen, desto mehr Arbeitsplätze können wir durch die Krise retten. Jeder Unternehmer will das: Aber auf Dauer hilft nur, wenn die Lage rasch besser wird.“

Dulger weiter: „Diese Situation lässt sich nicht unbegrenzt durchhalten. Unternehmen und ihre Mitarbeiter brauchen eine Perspektive, wann sie wieder schrittweise in die Ausweitung der Produktion einsteigen können. Dazu ist es aufgrund der europäischen und internationalen Lieferketten notwendig, soweit wie möglich auf europäischer und internationaler Ebene koordiniert vorzugehen. Aber selbst wenn die Politik in dieser Woche das Ende des Shutdowns und zumindest einzelne Schritte dafür ankündigen sollte, wird es in der Industrie etwas Zeit brauchen, bis abgerissene Lieferketten wieder aufgebaut oder ersetzt sind. Und natürlich wird nur produziert, wenn die Mitarbeiter verfügbar sind und auch die Nachfrage wieder anzieht.“

Derzeit stemmten sich die Unternehmen vor allem noch mit Kurzarbeit, flexibler Arbeitszeit und tarifpolitischen Instrumenten gegen die Krise. „Ein unverzichtbarer weiterer Baustein ist, dass die im März oder April gestundeten Sozialversicherungsbeiträge erst im nächsten Jahr nachgezahlt w

Eine repräsentative Blitzumfrage des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall unter den Mitgliedsunternehmen der Arbeitgerberverbände der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie verdeutlicht das wirtschaftliche Ausmaß der Krise: 83 Prozent aller befragten Unternehmen melden Einschränkungen der Produktion, fast ein Drittel (30,9 Prozent) sogar sehr starke oder starke Einschränkungen. Als Gründe nennen 57 Prozent die fehlende Nachfrage, 36 Prozent fehlende Arbeitskräfte etwa durch Krankheit und fehlende Kinderbetreuung und 32 Prozent fehlende Teile oder Material.

In der Folge nutzen heute bereits 42,7 Prozent der Unternehmen Kurzarbeit. In diesen Unternehmen sind durchschnittlich 70,9 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit. Damit waren nach Berechnungen von Gesamtmetall Anfang April 2020 etwa 1,2 Millionen Beschäftigte – von insgesamt vier Millionen Beschäftigten – der M+E-Industrie bereits in Kurzarbeit. In den kommenden vier Wochen planen weitere 39,7 Prozent der Unternehmen Kurzarbeit anzumelden. Damit könnte sich die Zahl der Kurzarbeiter in der M+E-Industrie noch einmal um knapp eine Million erhöhen. Zudem mussten 7 Prozent der Unternehmen bereits Stellen abbauen. Zum Vergleich: In der Krise 2008/2009 gab es in der M+E-Industrie bei rund 3,57 Millionen Beschäftigten beim Höchststand im April 2009 rund 950.000 Kurzarbeiter (27 Prozent aller M+E-Beschäftigten).

„Die Ergebnisse der Umfrage belegen, wie ernst die Lage ist“, betont Gesamtmetall-Präsident Dr. Rainer Dulger. „Während Umsätze und Erträge fehlen, laufen die Kosten weiter und zehren die Liquidität der Unternehmen rasant auf. Kurzarbeit lindert zwar die Not, aber die Unterauslastung der Unternehmen ist sehr bedrohlich.“ Umso wichtiger sei es weiterhin, die Liquidität der Unternehmen zu sichern. „Je länger die Liquiditätsreserven reichen, desto mehr Arbeitsplätze können wir durch die Krise retten. Jeder Unternehmer will das: Aber auf Dauer hilft nur, wenn die Lage rasch besser wird.“

Dulger weiter: „Diese Situation lässt sich nicht unbegrenzt durchhalten. Unternehmen und ihre Mitarbeiter brauchen eine Perspektive, wann sie wieder schrittweise in die Ausweitung der Produktion einsteigen können. Dazu ist es aufgrund der europäischen und internationalen Lieferketten notwendig, soweit wie möglich auf europäischer und internationaler Ebene koordiniert vorzugehen. Aber selbst wenn die Politik in dieser Woche das Ende des Shutdowns und zumindest einzelne Schritte dafür ankündigen sollte, wird es in der Industrie etwas Zeit brauchen, bis abgerissene Lieferketten wieder aufgebaut oder ersetzt sind. Und natürlich wird nur produziert, wenn die Mitarbeiter verfügbar sind und auch die Nachfrage wieder anzieht.“

Derzeit stemmten sich die Unternehmen vor allem noch mit Kurzarbeit, flexibler Arbeitszeit und tarifpolitischen Instrumenten gegen die Krise. „Ein unverzichtbarer weiterer Baustein ist, dass die im März oder April gestundeten Sozialversicherungsbeiträge erst im nächsten Jahr nachgezahlt werden müssen. Die aktuell vorgesehene Rückzahlung am 27. Mai 2020 trägt der Lage der Unternehmen nicht Rechnung. Und insolvente Unternehmen und Arbeitslose erwirtschaften und zahlen überhaupt keine Sozialversicherungsbeiträge“, so Dulger abschließend. Die Umfrage zeige deutlich, dass die von der Politik angebotenen Kredit- und Hilfsprogramme bei vielen Unternehmen als nächster Schritt bei der Bewältigung der Krise geplant seien.

An der Umfrage haben im Zeitraum von 02. bis 07.04.2020 1.431 Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie mit 858.692 Beschäftigten teilnehmen. Das sind 20 Prozent aller in den Mitgliedsverbänden von Gesamtmetall organisierten Unternehmen mit 35 Prozent aller Beschäftigten in den Mitgliedsunternehmen bzw. 21,5 Prozent aller Beschäftigten in der M+E-Industrie insgesamt.erden müssen. Die aktuell vorgesehene Rückzahlung am 27. Mai 2020 trägt der Lage der Unternehmen nicht Rechnung. Und insolvente Unternehmen und Arbeitslose erwirtschaften und zahlen überhaupt keine Sozialversicherungsbeiträge“, so Dulger abschließend. Die Umfrage zeige deutlich, dass die von der Politik angebotenen Kredit- und Hilfsprogramme bei vielen Unternehmen als nächster Schritt bei der Bewältigung der Krise geplant seien.

An der Umfrage haben im Zeitraum von 02. bis 07.04.2020 1.431 Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie mit 858.692 Beschäftigten teilnehmen. Das sind 20 Prozent aller in den Mitgliedsverbänden von Gesamtmetall organisierten Unternehmen mit 35 Prozent aller Beschäftigten in den Mitgliedsunternehmen bzw. 21,5 Prozent aller Beschäftigten in der M+E-Industrie insgesamt.

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