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Zuerst sterben die Handwerksberufe aus...

Dass es den Hutmacher nicht mehr gibt, mag man aus heutiger Sicht vielleicht verschmerzen können. Die Jugend trägt ohnehin Base Caps. Aber wenn der Konditor ausstirbt? Das wäre wirklich eine bittere Pille, die wir schlucken müssten. Spaß beiseite: den Handwerkermangel spüren wir schon heute. Wann haben Sie selbst zuletzt versucht, mal schnell jemanden für eine kleine Reparatur im Bad oder an der Heizung zu erwischen? Kaum möglich – richtig! Und das wird in Zukunft eher schlimmer als besser. Gleichzeitig fallen mit zunehmenden Immobilienbesitz und weniger Hobby-Handwerkskunst (die Akademiker von heute können ja nicht einmal eine Glühbirne wechseln) immer mehr Arbeiten an für kleine und mittelständische Handwerksbetriebe.

Und selbst wenn man sich denn nicht selbstständig machen möchte als Handwerker, so findet man auch mit Kusshand Anstellungen in Industriebetrieben, die den Fachkräftemangel genauso spüren wie wir als Privatperson.

Auch wenn wir einen Teil des Mangels durch eine gesteigerte Automatisierung ausgleichen können und es sicher den einen oder anderen Beruf gibt, den man nicht sofort im Alltag vermisst: wir brauchen ein Umdenken im Ausbildungsmarkt. Wir brauchen junge Menschen, die anpacken, gestalten, kreieren und erschaffen möchte. Im Handwerk macht man sich vielleicht auch einmal dreckig oder wird nass – aber dafür sieht man jeden Tag, was man geschafft hat. Und gutes Geld verdienen kann mir hier schon längst. Das sollte und darf kein Geheimnis mehr sein!

#arbeitgeberverband #ausbildung #fachkräfte

https://www.iwd.de/artikel/sterben-die-handwerksberufe-aus-537057

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