Atempause jetzt

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Die Produktivität ist eine entscheidende Kennziffer für die Einschätzung der Wettbewerbsfähigkeit. Bei Chemie und Pharma liegt sie aktuell 23% niedriger als 2018.

 

Die Produktivität ist eine entscheidende Kennziffer für die Einschätzung der Wettbewerbsfähigkeit. Bei Chemie und Pharma liegt sie aktuell 23% niedriger als 2018. 

Was bedeutet das? Beschäftigte in der Branche tragen heute im Durchschnitt weit weniger zum Gesamtergebnis der Unternehmen bei, als das noch vor einigen Jahren der Fall war – genau genommen ein Viertel weniger als 2018. Das liegt vor allem an der drastisch zurückgefahrenen Produktion bei lange konstanten Beschäftigtenzahlen, die erst in den vergangenen Monaten zu sinken beginnen.

Die Folgen nachlassender Produktivität in Deutschlands Chemieindustrie sind weitreichend:
- Sie erhöht die Stückkosten.
- Sie schwächt die Position der Unternehmen im internationalen Wettbewerb.
- Sie erhöht den Druck auf Arbeitsplätze und Standort.
- Sie hemmt Investitionen in neue Technologien.

In der Tarifrunde Hashtag#Chemie26 muss es daher im Schulterschluss von Arbeitgebern und Gewerkschaft gelingen, die Arbeitskosten nicht weiter zu steigern und damit Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zurückzugewinnen. Die Chemie braucht jetzt eine tarifpolitische Atempause.

Quelle: www.linkedin.com/posts/bavc_chemie-pharma-chemie26-activity-7392513543755022336-_Lo1

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