Die Ausbildungsbilanz 2025 der chemisch-pharmazeutischen Industrie fällt nüchterner aus als im Rekordjahr 2024. Mit 8.779 angebotenen Ausbildungsplätzen liegt die Zahl deutlich unter dem Vorjahr, bleibt im langfristigen Vergleich aber weiterhin auf solidem Niveau. Der Rückgang ist kein Zeichen mangelnder Ausbildungsbereitschaft, sondern eine Reaktion auf die anhaltend schwache wirtschaftliche Lage und fehlende Verbesserungen der Wettbewerbsfähigkeit.
Bemerkenswert: Trotz Produktionsflaute halten die Unternehmen an Ausbildung fest und übernehmen ihre Nachwuchskräfte weiterhin zu rund 89 Prozent, mehr als die Hälfte davon unbefristet.
Gleichzeitig verschärft sich das bekannte Problem: Freie Plätze, vor allem in #MINT-Berufen, treffen auf zu wenige passende Bewerbungen. Der BAVC setzt deshalb auf stärkeres Ausbildungsmarketing, digitale Kanäle und politische Unterstützung für den Industriestandort.
Klar ist aber auch: Gute Kampagnen allein lösen keine strukturellen Probleme. Ohne verlässliche Rahmenbedingungen bleibt Ausbildung ein Kraftakt für Unternehmen wie für junge Menschen.
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