Berufswahl ist noch immer viel zu oft eine Frage von Rollenbildern.

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Der aktuelle Beitrag des iwd zeigt, was wir alle wissen und täglich sehen: Junge Frauen und Männer entscheiden sich bei Ausbildung und Studium weiterhin häufig entlang klassischer Muster. Viele junge Männer wählen technische oder handwerklich-industrielle Berufe, viele junge Frauen Gesundheits-, Sozial- oder Büroberufe.

Der aktuelle Beitrag des iwd zeigt, was wir alle wissen und täglich sehen: Junge Frauen und Männer entscheiden sich bei Ausbildung und Studium weiterhin häufig entlang klassischer Muster. Viele junge Männer wählen technische oder handwerklich-industrielle Berufe, viele junge Frauen Gesundheits-, Sozial- oder Büroberufe. In einigen Bau- und Metallberufen liegt der Frauenanteil weiterhin bei unter fünf Prozent, während in Teilen des Erziehungs- und Gesundheitswesens Frauenanteile von über 80 Prozent erreicht werden.

Auch für unsere Unternehmen in der Region Aachen ist das eine existenzielle Fachkräftefrage.

Wir brauchen junge Menschen, die ihre Berufswahl nach Talent, Interesse und Perspektive treffen - nicht nach überholten Bildern davon, was angeblich „typisch männlich“ oder „typisch weiblich“ ist. Gerade in technischen, industriellen und gewerblichen Berufen haben sich die Anforderungen massiv verändert. Digitalisierung, Automatisierung und moderne Arbeitsmittel haben viele Tätigkeiten längst neu geprägt. Wer hier noch mit alten Bildern im Kopf berät, nimmt jungen Menschen Chancen und den Betrieben dringend benötigtes Potenzial.

Deshalb müssen Berufsorientierung, Schule, Elternhaus, Politik und Unternehmen gemeinsam früher ansetzen. Es reicht nicht, am Ende der Schulzeit ein paar Flyer zu verteilen. Junge Menschen müssen echte Einblicke bekommen: in Werkhallen, Labore, Produktionsbetriebe, Pflegeeinrichtungen, IT-Abteilungen und Ausbildungswerkstätten.

Der Arbeitsmarkt kann es sich nicht leisten, Talente nach Geschlecht zu sortieren.

Auch für die Region Aachen heißt das: Wir müssen mehr Mädchen für Technik, Industrie und MINT gewinnen und zugleich mehr Jungen für soziale, gesundheitliche und serviceorientierte Berufe öffnen. 

Deswegen sind wir auch Partner im Projekt MINTplus! 

Nicht aus Symbolpolitik, sondern weil wir jede Fähigkeit der jungen Menschen brauchen.

Berufswahl braucht Freiheit. Die beginnt dort, wo Klischees aufhören.

https://www.iwd.de/artikel/berufswahl-typisch-mann-typisch-frau-380726/ 

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