Der neue Kommunismus? Wenn Enteignung wieder salonfähig wird.

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Deutschland braucht dringend Investitionen, um seine wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Ausgerechnet jetzt gewinnt eine politische Bewegung an Einfluss, die das Vertrauen in privates Eigentum und unternehmerische Investitionen grundlegend infrage stellt.

Deutschland braucht dringend Investitionen, um seine wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Ausgerechnet jetzt gewinnt eine politische Bewegung an Einfluss, die das Vertrauen in privates Eigentum und unternehmerische Investitionen grundlegend infrage stellt.

Die Rede ist von der Vergesellschaftungsbewegung. Ihren Ursprung hat sie in Berlin, wo die Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ seit Jahren fordert, große private Wohnungsunternehmen in Gemeineigentum zu überführen. Mit dem Wahlerfolg der Linken erhält diese Forderung neuen politischen Rückenwind.

Dahinter steht ein drängendes Problem, dass viele Menschen unmittelbar betrifft: steigende Wohnkosten, Wohnungsknappheit und die Sorge vieler Menschen, sich das Wohnen künftig kaum noch leisten zu können.

Doch die vorgeschlagene „Lösung“ birgt erhebliche Risiken.

Nicht nur das Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor einem folgenreichen Tabubruch. Denn wenn Unternehmen gezwungen werden können, ihr Eigentum weit unter Marktwert abzugeben, gerät eine wesentliche Grundlage unserer Sozialen Marktwirtschaft ins Wanken: Vertrauen in Eigentumsrechte und verlässliche Rahmenbedingungen.

Die Folgen könnten weit über den Wohnungsmarkt hinausreichen. Investoren ziehen sich zurück, Banken kalkulieren höhere Risiken ein, Kapital wird teurer. Und jeder Euro, der für Entschädigungen ausgegeben wird, fehlt möglicherweise beim Wohnungsbau, in der Infrastruktur oder in der Bildung.

Hinzu kommt: Durch Vergesellschaftung entsteht keine einzige zusätzliche Wohnung.

Artikel 15 des Grundgesetzes lässt Vergesellschaftungen grundsätzlich zu. Ihre konkrete Umsetzung ist jedoch rechtlich und wirtschaftlich hoch umstritten.

Aus Arbeitgebersicht ist die Entwicklung ein Warnsignal. Deutschland kämpft bereits um internationale Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen. Wer jetzt zusätzliche Unsicherheit über Eigentumsrechte schafft, schwächt den Standort.

Wir brauchen mehr Wohnraum, schnellere Genehmigungen und bessere Investitionsbedingungen. Das alles verbunden mit einer eine politische Debatte, die wirtschaftliche Konsequenzen ernst nimmt.

Unsere Soziale Marktwirtschaft lebt von Verantwortung, Wettbewerb und Eigentum. Diese Grundlagen sollten wir stärken.

Weitere Informationen: https://www.iwd.de/artikel/interview-eine-vergesellschaftung-ist-ein-wahnsinniger-tabubruch-692749/