Kein Generalverdacht gegen Arbeitgeber mehr!

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Dieser Grundsatz miss auch bei der Debatte um das Arbeitszeitgesetz die „Richtschnur“ sein.

 

Die Kritik - und der damit häufig geäußerte übliche Generalverdacht gegen Arbeitgeber - am Ende der täglichen Höchstarbeitszeit greift zu kurz.

Dieser Grundsatz miss auch bei der Debatte um das Arbeitszeitgesetz die „Richtschnur“ sein.

Die Kritik - und der damit häufig geäußerte übliche Generalverdacht gegen Arbeitgeber - am Ende der täglichen Höchstarbeitszeit greift zu kurz. Laut dem Institut der Wirtschaft zeigen BAuA-Daten u. a., dass Beschäftigte mit sehr langen Arbeitstagen nicht häufiger krank sind, nicht unzufriedener arbeiten und Beschäftigte mit  freierer Zeiteinteilung seltener über chronische Erschöpfung klagen

Denn die Frage ist nicht, ob Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geschützt werden müssen. Natürlich müssen sie das. Gesundheitsschutz darf keinen Verhandlungsspielraum haben.

Aber Schutz darf nicht heißen, moderne Arbeit in alte Schablonen zu pressen.

Die geplante Reform des Arbeitszeitgesetzes ist deshalb richtig. Der Wechsel von einer täglichen zu einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit schafft genau die Flexibilität, die viele Betriebe und Beschäftigte längst brauchen. Nicht, um mehr Arbeit durch die Hintertür zu ermöglichen. Sondern um Arbeit besser zu organisieren.

Ein langer Tag kann sinnvoll sein, wenn dafür ein anderer früher endet. Für Familien. Für Pflegeaufgaben. Für Projektarbeit. Für betriebliche Spitzen. Für echte Vereinbarkeit.

Was wir nicht brauchen, ist der Generalverdacht, Arbeitgeber wollten Flexibilität grundsätzlich gegen Beschäftigte einsetzen. Die überwiegende Zahl der Unternehmen weiß sehr genau, was sie an ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat. Gute Leute hält man nicht, indem man sie auspresst. Man hält sie, indem man Arbeit verlässlich, fair und praktikabel organisiert.

Gleichzeitig kennen Betriebe ihre Abläufe besser als der Gesetzgeber. Produktion, Dienstleistung, Pflege, Handwerk, Verwaltung: Arbeitszeit funktioniert nicht überall gleich. Deshalb braucht es Regeln, aber auch Vertrauen in betriebliche Lösungen.

Politik muss den Rahmen setzen. Aber sie sollte nicht jeden Arbeitstag minutengenau „vormisstrauen“.

Eine moderne Arbeitszeitpolitik schützt Menschen und nimmt zugleich ernst, dass Unternehmen Verantwortung tragen können.

Flexibilität ist kein Risiko an sich. Regulierung als Selbstzweck kann es werden.

Weitere Informationen : www.iwkoeln.de/presse/iw-nachrichten/oliver-stettes-reform-des-arbeitszeitgesetzes-kritik-am-ende-der-taeglichen-hoechstarbeitszeit-ist-unbegruendet.html

 

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