Die Zahlen lassen wenig Raum für Beschönigung: Die Produktion der Metall- und Elektro-Industrie liegt heute rund 15 Prozent unter dem Niveau von 2018. Seit dem Beschäftigungshöchststand 2019 sind mehr als 340.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Aktuell kommen laut @Gesamtmetall jeden Monat etwa 10.000 weitere hinzu.
Mit dieser Ausgangslage gehen wir in die Tarifrunde 2026.
Deshalb startet jetzt die gemeinsame Kampagne der M+E-Arbeitgeberverbände unter dem Claim: „Kosten senken, Standort retten! – Damit Industrie Zukunft hat.“
Auch seitens der VUV Aachen unterstützen wir diese Kampagne. Denn gerade in unserer Region wissen wir, wie eng industrielle Wertschöpfung, Beschäftigung und wirtschaftliche Stärke miteinander verbunden sind.
Deutschland ist für industrielle Produktion in vielen Bereichen zu teuer geworden. Energie, Steuern und Abgaben, Bürokratie und Arbeitskosten summieren sich zu einem Standortnachteil, den Unternehmen im internationalen Wettbewerb immer schwerer auffangen können. Die Folgen sehen wir längst: Investitionen werden verschoben, Produktion wird reduziert oder verlagert und Arbeitsplätze gehen verloren.
Die Tarifrunde kann diese Probleme nicht allein lösen. Sie kann aber ein wichtiges Signal setzen.
Es geht deshalb in den kommenden Wochen auch um die Frage, wie viel zusätzliche Belastung unsere Unternehmen aktuell noch verkraften können und welche Bedingungen sie brauchen, damit Investitionen und industrielle Arbeitsplätze auch künftig hier entstehen.
Am Ende geht es um mehr als einen Tarifabschluss: Es geht darum, ob industrielle Wertschöpfung in Deutschland wieder eine echte Zukunftsperspektive bekommt.
