Morgen geht es in der zweiten Verhandlung der Metall- und Elektroindustrie um weit mehr als einen einzelnen Tarifabschluss. In dieser wirtschaftlichen Lage hängt an der Runde auch, ob die Sozialpartnerschaft handlungsfähig bleibt und industrielle Arbeit in unserer Region eine Perspektive behält.
Für Beschäftigte geht es um Einkommen und Sicherheit. Für Unternehmen darum, Kosten zu tragen und doch weiter investieren zu können. Beides muss in einer tragfähigen Lösung zusammenkommen. Einzelne Prozentpunkte mögen auf dem Papier klein wirken. Für Betriebe mit engem Spielraum können sie Investitionen, Aufträge und Standortentscheidungen beeinflussen. Das gilt bei den Löhnen ebenso wie bei den weiteren Kosten eines Abschlusses.
Am 31. Oktober endet die Friedenspflicht; Warnstreiks drohen. Das erhöht den Druck auf alle Beteiligten. Morgen müssen alle deshalb die Folgen ihrer Entscheidungen mitdenken und auf eine Lösung hinarbeiten, die Unternehmen und Beschäftigten eine verlässliche Perspektive gibt.
In dieser Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie steht mehr auf dem Spiel als ein einzelner Abschluss. Das sollten alle am Tisch morgen im Blick behalten.
