Rentenreform - endlich geht es voran!

  • VUV

Die Rentenkommission liefert endlich Vorschläge, die den demografischen Wandel ernst nehmen. Das ist überfällig. Wenn wir heute über Rente sprechen, müssen wir auch über Arbeit sprechen – heute und morgen. Über längeres Arbeiten, mehr Beschäftigung, mehr Netto vom Brutto und über die Frage, wie unser Sozialstaat finanzierbar bleibt.

Die Rentenkommission liefert endlich Vorschläge, die den demografischen Wandel ernst nehmen. Das ist überfällig. Wenn wir heute über Rente sprechen, müssen wir auch über Arbeit sprechen – heute und morgen. Über längeres Arbeiten, mehr Beschäftigung, mehr Netto vom Brutto und über die Frage, wie unser Sozialstaat finanzierbar bleibt.

Die abschlagsfreie Frühverrentung muss auslaufen. Sie kostet Milliarden und entzieht den Betrieben erfahrene Fachkräfte. Eine DIW-Berechnung sieht bei einem Wegfall der Regelung rund 125.000 zusätzliche Vollzeitkräfte am Arbeitsmarkt. Genau diese Erfahrung fehlt vielen Unternehmen bereits heute. 

Auch die Kopplung des Renteneintritts an die Lebenserwartung ist vernünftig. Wir können nicht so tun, als ließe sich eine alternde Gesellschaft mit den Regeln von gestern finanzieren. Sicher muss hier ein dezidierter Blick auf unterschiedliche Beschäftigungsarten geworfen werfen – aber das traue ich unseren Unternehmern mehr als zu!

Kritisch bleibt die Kapitalrente in staatlicher Pflichtlogik. Mehr Kapitaldeckung ist richtig. Aber zusätzliche Belastungen für Arbeitgeber und Beschäftigte dürfen Arbeit nicht weiter verteuern. Wer Beiträge erhöht, schwächt Standort, Löhne und Wettbewerbsfähigkeit. Zumal wir hier wieder allein in der „Angestelltenlogik“ denken würden.

Das Paket enthält wichtige Schritte. Es braucht aber mehr Mut, mehr Tempo und weniger neue Lasten. Rentenpolitik muss Arbeit stärken. Nur dann bleibt das System tragfähig.

VUV_Zitat_KW_27.png