„Schatten-KI“ kann schnell zu einem Sicherheitsproblem werden

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Auf Social Media lassen wir uns von KI gerade begeistert in die 80er zurückversetzen, bauen Actionfiguren von uns selbst und erstellen in Sekunden erstaunlich professionelle Bilder und Texte. Das vermittelt vor allem eines: KI kann inzwischen jeder.

 

Genau darin steckt für Unternehmen ein erhebliches Risiko.

Auf Social Media lassen wir uns von KI gerade begeistert in die 80er zurückversetzen, bauen Actionfiguren von uns selbst und erstellen in Sekunden erstaunlich professionelle Bilder und Texte. Das vermittelt vor allem eines: KI kann inzwischen jeder.

Genau darin steckt für Unternehmen ein erhebliches Risiko.

Denn während ChatGPT, Copilot & Co. längst am Arbeitsplatz angekommen sind, wissen viele Unternehmen noch gar nicht, welche Tools ihre Beschäftigten tatsächlich nutzen, welche Daten dort eingegeben werden und was mit diesen Informationen anschließend geschieht.

Diese „Schatten-KI“ kann schnell zu einem Sicherheitsproblem werden: vertrauliche Unternehmensinformationen landen in externen Systemen, Anwendungen werden ohne Prüfung eingesetzt, Ergebnisse ungeprüft übernommen und Prozesse entstehen außerhalb bestehender IT- und Governance-Strukturen.

Das BSI weist bei generativer KI ausdrücklich auf Risiken wie Datenabfluss, Wiederverwendung eingegebener Informationen und neue Angriffsvektoren hin. Seine Empfehlung ist entsprechend klar: Beschäftigte müssen informiert, sensibilisiert und geschult werden.

Auch regulatorisch ist das längst eine Arbeitgeberaufgabe. Artikel 4 des EU AI Act verpflichtet Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten zu ergreifen. Die entsprechenden Aufsichts- und Durchsetzungsregeln gelten seit August 2026.

KI im Unternehmen zu verbieten, halte ich trotzdem für den falschen Weg. Dafür ist ihr Potenzial für Produktivität und Effizienz zu groß – und ihre Nutzung längst zu selbstverständlich.

Unternehmen brauchen klare Regeln, geeignete Werkzeuge und vor allem Menschen, die verstehen, was sie tun.

KI-Kompetenz ist damit inzwischen ebenso eine Frage der Weiterbildung wie der IT-Sicherheit.

Eine von vielen neuen Arbeitgeberaufgaben. Aber sicher keine nebensächliche.

Bildnachweis und Hintergrundinformationen: https://www.iwd.de/artikel/beschaeftigte-preschen-beim-einsatz-von-ki-vor-691328/ 

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