Tarifverhandlungen Chemie - in einer Woche geht es los

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Am 14. Januar 2026 – also heute in genau einer Woche - starten die Tarifverhandlungen in der chemischen Industrie. In einer der tiefsten Krisenphasen seit Jahrzehnten kommt diesen Verhandlungen eine zentrale Bedeutung für die Zukunft unserer Branche zu. Die Lage ist ernst: Die Chemieproduktion in Deutschland liegt deutlich unter dem Niveau vergangener Jahre, die Auslastung der Anlagen ist historisch niedrig und viele Unternehmen sehen sich mit schrumpfender Nachfrage und massiv gestiegenen Kosten konfrontiert.

Am 14. Januar 2026[RB1]  – also heute in genau einer Woche - starten die Tarifverhandlungen in der chemischen Industrie. In einer der tiefsten Krisenphasen seit Jahrzehnten kommt diesen Verhandlungen eine zentrale Bedeutung für die Zukunft unserer Branche zu. Die Lage ist ernst: Die Chemieproduktion in Deutschland liegt deutlich unter dem Niveau vergangener Jahre, die Auslastung der Anlagen ist historisch niedrig und viele Unternehmen sehen sich mit schrumpfender Nachfrage und massiv gestiegenen Kosten konfrontiert.  

Deshalb unterstützen wir seitens der VUV Aachen den klaren Appell des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (@BAVC) nach einer tarifpolitischen Atempause. Diese Atempause ist keineswegs eine unproduktive Pause im klassischen Sinne – sie ist ein strategisch notwendiger Beitrag, damit unsere Industrie die Grundfeste stabilisieren kann. In der aktuellen Situation darf Tarifpolitik nicht zusätzlichen Druck erzeugen, sondern muss Entlastung und Raum für Erholung schaffen. 

Eine Atempause bedeutet, dass Kostensteigerungen durch weitere Tarifbelastungen bewusst zurückgestellt werden, damit Unternehmen nicht in ein noch tieferes wirtschaftliches Loch gedrückt werden. Die Wettbewerbsfähigkeit, von der Arbeitsplätze und Zukunftsfähigkeit abhängen, kann nur wieder aufgebaut werden, wenn Betriebe Zeit und Planungssicherheit bekommen.  

Die Arbeitskosten der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland haben sich kontinuierlich erhöht. Industrieproduktion in Deutschland ist oft nicht mehr besser – nur noch teurer. Das darf nicht zum Standard werden. 

Tarifverhandlungen müssen jetzt verantwortungsvolle Entscheidungen zulassen, die nicht kurzfristig Kosten erhöhen, sondern langfristig Stabilität und Perspektiven bieten. Eine kluge Atempause kann der Startpunkt für nachhaltige Lösungen sein, um den Standort Deutschland als starken Produktions- und Technologieplatz zu erhalten zum Nutzen der Beschäftigten wie der gesamten Wirtschaft.