Unsere Kernindustrien müssen weiterhin wettbewerbsfähig bleiben.

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Die jüngste Analyse des Institut der deutschen Wirtschaft zeigt deutlich, dass unsere Industriebasis unter massivem Druck steht.

 

Laut IW sank der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung zwischen 2016 und 2024 von knapp 23 % auf unter 20 % in Deutschland.

 

Zwar zählt Deutschland weiterhin zu den Ländern mit hoher Industriequote, aber: Die Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene erodiert. Deutschland fiel etwa beim „World Competitiveness Ranking“ von Platz 10 (2015) auf Platz 19.

Die jüngste Analyse des Institut der deutschen Wirtschaft zeigt deutlich, dass unsere Industriebasis unter massivem Druck steht.

Laut IW sank der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung zwischen 2016 und 2024 von knapp 23 % auf unter 20 % in Deutschland. 

Zwar zählt Deutschland weiterhin zu den Ländern mit hoher Industriequote, aber: Die Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene erodiert. Deutschland fiel etwa beim „World Competitiveness Ranking“ von Platz 10 (2015) auf Platz 19. 

 

Für die Region Aachen, deren Wertschöpfung stark durch produzierende Unternehmen, Maschinen- und Anlagenbau, Automotive-Zulieferer sowie metall-/elektronische Fertigung geprägt ist, heißt das konkret: Sinkt die industrielle Leistungsfähigkeit, so geht dies längst nicht nur auf ein einzelnes Unternehmen zurück, sondern es droht ein Multiplikatoreffekt für Beschäftigung, Kaufkraft, lokale Dienstleister und kommunale Einnahmen.

 

Wir sehen zwei strategische Pfeiler, die gleichzeitig verfolgt werden müssen:

 

1. Stabilisierung traditioneller Branchen:

Unsere Kernindustrien müssen weiterhin wettbewerbsfähig bleiben. Dafür braucht es den Abbau von bürokratischen Hürden. Laut IW beklagen rund 85 % der Industrie- und industrienahen Dienstleister die hohe Regulierungsdichte. 

Es bedarf der Senkung von Energie-, Lohnstück- und Unternehmenskosten. Deutschland weist bei den Lohnstückkosten deutschlandweit hohe Werte auf. 

Ganz dringend steht die Modernisierung der Infrastruktur auf der Aufgabenliste. Der Investitionsrückstand kann nicht mit Standardmaßnahmen aufgeholt werden. 

 

2. Förderung von Innovation und Start-up-Mentalität:

Gleichzeitig muss der Blick nach vorne gehen. Die IW-Analyse zeigt: Deutschland hat im „Global Innovation Index“ an Rang verloren (von Platz 9 auf Platz 11) und liegt beim Gründungsumfeld auf Rang 41. 

Für eine Zukunftsregion wie Aachen, mit der RWTH Aachen als Innovationsmotor, heißt das:

Start-ups und Spin-offs müssen noch stärker gefördert werden durch einen schnellen Zugang zu Fördermitteln, engere Vernetzung von Hochschule, Forschung und Industrie.

Die Region Aachen muss gleichzeitig die Basis stärken und den Wandel gestalten. Stabilität in der Produktion und gleichzeitig Beschleunigung von Innovation sind zwei Seiten derselben Medaille. Wer jetzt investiert, sichert nicht nur den heutigen Wohlstand, sondern schafft die Grundlage für eine zukunftsfähige Wirtschaftsstruktur in der Region.