Vielleicht brauchen wir in Deutschland wieder mehr Bergbau…

  • Steine & Erden

Seltene Erden, Wolfram, Gallium, Lithium und andere kritische Rohstoffe stecken in vielen Technologien, auf denen unsere industrielle Zukunft basiert. Gleichzeitig ist Deutschland massiv auf Importe angewiesen. 18 Prozent der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe beziehen kritische Rohstoffe direkt oder indirekt aus dem Ausland, in der Metall- und Elektroindustrie sind es sogar 28 Prozent. Bei Lieferengpässen aus China müssten laut einer aktuellen IW-Befragung 61 Prozent der betroffenen Betriebe ihre Produktion drosseln oder stoppen.

 

 

…nur ganz anders, als wir ihn aus der Vergangenheit kennen.

Seltene Erden, Wolfram, Gallium, Lithium und andere kritische Rohstoffe stecken in vielen Technologien, auf denen unsere industrielle Zukunft basiert. Gleichzeitig ist Deutschland massiv auf Importe angewiesen. 18 Prozent der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe beziehen kritische Rohstoffe direkt oder indirekt aus dem Ausland, in der Metall- und Elektroindustrie sind es sogar 28 Prozent. Bei Lieferengpässen aus China müssten laut einer aktuellen IW-Befragung 61 Prozent der betroffenen Betriebe ihre Produktion drosseln oder stoppen.

Eine Abhängigkeit, über die wir meine ich viel deutlicher sprechen müssen!

Immerhin: Europa reagiert inzwischen. Bis 2030 sollen mindestens zehn Prozent des europäischen Bedarfs an strategischen Rohstoffen in der EU gefördert, 40 Prozent verarbeitet und 25 Prozent recycelt werden.

Wie könnte moderner europäischer Bergbau heute aussehen?

Vielleicht arbeiten dort künftig vergleichsweise wenige Menschen direkt unter Tage. Dafür Roboter, autonome Maschinen, Sensorik und KI. Parallel dazu entstehen hochqualifizierte Arbeitsplätze in Technik, Wartung, Geologie, Software, Verarbeitung und Forschung. Dazu kommen regionale Wertschöpfung, Unternehmensgewinne und Steuereinnahmen - also Geld, das am Ende auch Schulen, Kindergärten, Infrastruktur oder soziale Sicherung finanziert.

Und wenn wir schon wieder mehr Rohstoffe in Europa fördern, dann sollten wir den Anspruch haben, daraus einen technologischen und ökologischen Maßstab zu machen: möglichst ressourcenschonender Abbau, hohe Umweltstandards, erneuerbare Energie, geschlossene Wasserkreisläufe, konsequentes Recycling und transparente Kontrolle.

Das wird Importe nicht ersetzen. Auch das IW nennt heimische Förderung, diversifizierte Bezugsquellen und Recycling ausdrücklich als Teile einer Gesamtstrategie.

Aber warum sollten wir Technologien entwickeln, Windräder bauen, unsere Industrie digitalisieren und gleichzeitig bei den dafür notwendigen Rohstoffen dauerhaft darauf vertrauen, dass andere Länder sie uns liefern?

Rohstoffpolitik ist schon lange Standortpolitik und seit jüngerer Zeit auch wieder Sicherheitspolitik. 

Vielleicht ist ein modernes Bergwerk eines Tages ein Hightech-Standort, auf den eine Region stolz sein kann.

Und der Einsatz von Robotik und KI in einer solchen Branche, würde keinen Verlust an Arbeitsplätzen bedeuten, sondern zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

Zum Hintergrund:https://www.iwd.de/artikel/kritische-rohstoffe-der-weg-aus-der-abhaengigkeit-688894 

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