Ehrlich gesagt: ich nicht.
Und viele unserer Mitgliedsunternehmen auch nicht.
0,3 % Wachstum. Getrieben vor allem durch Konsum und staatliche Ausgaben, nicht durch echte Stärke unserer Wirtschaft.
Die Ökonomen klammern sich an minimale positive Zahlen. Aber wenn wir schlechte „positive Zahlen“ „schön reden“, dann riskieren wir nur, dass wieder das falsche Signal in Richtung der Bevölkerung gesendet wird: Nämlich: „Läuft doch.“
Tut es nicht. Diese Zahlen belegen nicht ein Ende der aktuell laufenden Deindustrialisierung sondern den anhaltenden Schwund der Basis unseres Wohlstands.
Unsere Unternehmen kämpfen weiter mit strukturellen Problemen: hohe Kosten, zu viel Bürokratie, fehlende Investitionsanreize. Allein durch die Gesundheitsreform entstehen neue Kosten für Unternehmen ohne gleichzeitige Erzeugung von Wettbewerbsvorteilen, welche die Kosten kompensieren könnten. Gleichzeitig verschiebt die Politik notwendige Entscheidungen zu Transformation, Innovation und Infrastruktur.
Dieses Mini-Wachstum darf kein Beruhigungsmittel sein. Im Gegenteil: Es ist eine weitere Erinnerung daran, dass wir endlich Tempo aufnehmen müssen.
Wer jetzt zufrieden ist, hat die Lage nicht verstanden.
