Die vier großen Wirtschaftsverbände schlagen Alarm

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Deutschland steuert wirtschaftlich auf einen Kipppunkt zu. Drei Jahre Stagnation, hohe Energiekosten, steigende Sozialabgaben und eine wachsende Bürokratielast setzen Unternehmen zunehmend unter Druck.

Die vier großen Wirtschaftsverbände schlagen Alarm:
 

Deutschland steuert wirtschaftlich auf einen Kipppunkt zu. Drei Jahre Stagnation, hohe Energiekosten, steigende Sozialabgaben und eine wachsende Bürokratielast setzen Unternehmen zunehmend unter Druck. Und die Kreditinstitute werden zurückhaltender bei der Vergabe von Krediten an Firmen.

Was in der aktuellen Debatte oft abstrakt klingt, spüren viele Betriebe ganz konkret im Alltag.

Auch im Umfeld der VUV berichten Unternehmen immer häufiger von ähnlichen Entwicklungen: Investitionen werden verschoben, Entscheidungen dauern länger und internationale Wettbewerber ziehen bei Tempo und Kosten davon.

Dabei geht es nicht um kurzfristige Konjunkturschwankungen, sondern um strukturelle Fragen des Standorts Deutschland.

Drei Themen tauchen in Gesprächen mit Unternehmerinnen und Unternehmern immer wieder auf:

  • Energiepreise.
    Industrie und Mittelstand kämpfen weiterhin mit im internationalen Vergleich hohen Stromkosten. Für viele Investitionsentscheidungen wird das zunehmend zum entscheidenden Faktor. Dieser Faktor wird durch die Irankrise immer kritischer.
  • Bürokratie.
    Dokumentationspflichten, Berichtspflichten und komplexe Genehmigungsverfahren binden Ressourcen – gerade im Mittelstand, der keine großen Verwaltungsapparate hat.
  • Arbeitsmarkt und Sozialabgaben.
    Der demografische Wandel trifft Unternehmen und Sozialsysteme gleichzeitig. Ohne Reformen steigt die Belastung für Arbeitgeber und Beschäftigte weiter.

 

Die Warnungen der Wirtschaftsverbände sind deshalb kein politisches Manöver, sondern spiegeln die Realität vieler Betriebe wider.

Gleichzeitig reicht reine Entlastungspolitik nicht aus.
Deutschland braucht beides: spürbare Entlastung für Unternehmen und entschlossene Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und Fachkräfte.

Der Standort Deutschland lebt von seiner wirtschaftlichen Substanz und von den Menschen und Unternehmen, die hier investieren, ausbilden und Innovation vorantreiben.

Es ist höchste Zeit, die richtigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

Quelle und weitere Onformationen: https://www.welt.de/wirtschaft/article69aa00dc10f264d5597756b1/friedrich-merz-deutsche-wirtschaft-steuert-auf-kipppunkt-zu-spitzenverbaende-schlagen-vor-treffen-alarm.html